sortiert nach das Leben

Einfach mal zurückhalten?

* admin - 23.05.2010 - 09:17 sortiert in Graz, beobachtet, das Leben

Inzwischen ist dem aufmerksamen Leser sicherlich aufgefallen, dass hier immer mal wieder alle zwei Wochen große Parties stattfinden. An sich auch kein Problem. Durch meine geografisch-taktisch ungünstige Lage direkt am Treppenhaus (was mir zumindest in einem Brandfall helfen könnte), bei den Kühlschränken (auch nicht ohne Vorteil für mich) und direkt schräg gegenüber vom Aufenthaltsraum, ist ein gewisser hochfrequenter Strom an “Mitbewohnern” nich von der Hand zu weisen.

Einige Parties, oder sagen wir mal feierliche Zusammenkünfte, gehen dann in diesem Aufenthalsraum bis in dir frühen Morgenstunden, nachdem sich eine abgesprengte Gruppe dann von der großen “Heim-Party” verabschiedet hat. Es vorzog unter sich zu sein. Ich weiss es nicht. 

Drei, vier Uhr sind keine Seltenheit. Auch terminlich nicht an Wochenenden gebunden. Heute morgen allerdings war eine gewisser Höhepunkt zu verzeichnen. Gegen halb acht waren noch die basslastigen Töne, das Gejohle und Gekreische (wenn auch sicherlich weniger laut als zu Anfang des Heim-Festivals) zu hören. Glücklicherweise nicht mehr vor meiner Tür. Das war knapp zwei Stunden zuvor beendet.

Ich konnte bei mir dann doch eine gewisse Azidose und Urämie feststellen. Nachdem ich nochmal bis 10.00Uhr meine Augenpflege versuchte fortzusetzen.

Bildnachbearbeitet: Rettungshubschrauber über mir

* admin - 13.05.2010 - 09:29 sortiert in das Leben

Rettungshubschrauber auf Anflug Klinik

* admin - 10.05.2010 - 09:25 sortiert in das Leben

Man hat sich so arrangiert…

* admin - 7.05.2010 - 09:17 sortiert in das Leben

Die Zeit ist so langsam hier um. Die Planungen für den Rückbau und die Rückkehr laufen so langsam an. Die Wochen und Tage werden gezählt.

Zeit, ein kleines Resumee zu ziehen. 

Ich habe mich arrangiert…

…mit den hygienischen Verhältnissen im WC, der Küche und im Allgemeinen

…mit den Party-Zuständen und der Lautstärke auf dem Flur

…mit ignoranten und nicht-grüßenden Mitbewohnern

…mit einem reduzierten Platzangebot in meinem Zimmer

…mit der Tatsache, eben mal nicht spontan etwas leckeres zu kochen und stattdessen auf die Tütensuppe und schnelle Nudelgerichte zurückgreift

…mit dem Umstand, Frischwaren nur eingeschränkt lagern zu können

 

Diese Arragements haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und sind von Tagesform und aktuellen Vorkommnissen beeinflußbar. 

Laufen

* admin - 3.05.2010 - 11:02 sortiert in Graz, das Leben

Laufen, andere sagen Jogging, find ich von Grund auf eigentlich man gar nicht so schlecht. Wenig Aufwand. Überall machbar. Einfach machen. Das einfach machen, war bei mir immer so ein Problem. Der berühmte Schweinehund. Der innere. Den habe ich gestern abend einfach mal überwunden. Laufschuhe an. Und los. Heute mittag habe ich wieder den Kampf gewonnen.

Es sind zwar keine Marathonstrecken. Aber immerhin kommt Bewegung zustande.  Mein Ziel ist erstmal eine gewisse Zeit zu laufen. Also zeit- und nicht streckenkontrolliert. Danach fühlt man sich tatsächlich immer ein wenig besser.

Ach, die Strecke von gestern habe ich mindestens auch geschafft.

 

Lebenszeichen

* admin - 1.05.2010 - 10:17 sortiert in Graz, das Leben, erinnert

Aus diversen, nicht näher zu erwähnenden Gründen, melde ich mich mit einem Lebenszeichen mal wieder. Wenn auch erst jetzt. Es tut mir leid, den drängenden Bitten, hier doch mal wieder ein oder mehrere Zeichen zu setzen, erst jetzt entsprechen zu können. In den letzten Tagen ist viel passiert, ausführen werde ich es jedoch nicht. Schade, was? 

Dennoch kann  ich eine freudige Mitteilung machen. Vor drei Tagen bekam ich die Bestätigung, dass ich meine erste Klausurprüfung hier mit ca 70% bestanden habe. Schwiergkeit bei mir: die anderen Fächer, die ich nicht benötige, müssen immer erst noch herausgerechnet werden. 

Das Ergebnis war wie ein kleiner Kick. Motivation pur. 

Das Zeit-Folien-Verhältnis

* admin - 22.04.2010 - 14:40 sortiert in Graz, beobachtet, das Leben

Wenn wieder einmal solche Pflichtveranstaltungen anstehen und ich wenig Motivation zu dem Thema und der Darbietung zeigen kann, komme ich schon auf lustige Ideen. An Kreativität und Inovation hat es mir nicht gemangelt. Auch nicht bei folgender. 

Die allermeisten Veranstaltungen werden in Form einer Präsentation per Beamer vorgetragen. Man mag über die Sinnhaftigkeit und die Effizienz dieser pädagogischen Methode denken wie man will (@thefox, @derbeobachter: nicht wahr?? / Insider). 

Schon beim Betreten des Raumes bin ich auf der Suche nach wesentlichen Informationen für meine Inovation. Manchmal geht das recht schnell, oft habe ich aber schon verloren, wenn die Titelfolie schon zu sehen ist und “alles angerichtet”. Viele Dozenten wuseln sich auf dem Server der Uni und des Institutes durch die Ordner und suchen wie wild Ihre Präsentation. Kurz nach dem Öffnen des Programmes erscheint unten links entweder die Information der Verdammnis oder ein Gefühl an Glückseeligkeit kann sich bei mir breitmachen. Es handelt sich um die Gesamtzahl der Folien. 

Nehmen wir einfach mal ein Beispiel: 

Es sind 45 Folien zur Präsentation beziehungsweise zum Ertragen. Durch stilles Mitzählen kann schon nach zehn Folien das Zeit-Folien-Verhältnis berechnet werden. Also bei 15 Folien in zehn Minuten bedeutet das eine durchschnittliche Dauer von insgesamt vielleicht 30 Minuten. Zuzüglich einer Toleranz und eventuelle Standardabweichung (Standardmäßig fragen immer noch mal irgendwelche Schlauberger, so dass es zu Verzögerungen im Vortragsbetrieb kommen kann) von maximal 10% liegt man gut in der Zeit. 

That´s it. 

Nicht nur eine sinnvolle Beschäftigung und Ablenkung gegen das Einschlafen sondern auch eine durchaus hohe mathematische Herausforderung (wenn mann eben den Faktor der Unkonzentriertheit mit dazu addiert).

Für Profis: 

  • Errechne die minütliche Verweildauer einer Folie ingesamt
  • Errechne die  Endzeit des Vortrages. Ohne Toleranz.

 

Kleiner Sprachkurs der Grußformeln

* admin - 19.04.2010 - 13:36 sortiert in Graz, beobachtet, das Leben

Ich hatte heute ein kleines Gespräch mit Inländern. Ich stellte mir die Frage, wann welche Begrüßungs- oder Verabschiedungsformel genutzt wird. Aus dem in meinen Augen komplizierten Sachverhalt entwickelte sich eine einfache Formel:

Menschen, die einem nahe stehen oder jemandem auf freundschaftlicher, kollegialer Weise begegnen werden mit “Servus” begrüßt und auch verabschiedet. Die allwissende Wiki weiß natürlich auch einen Rat.

Andere, Fremde sollten mit einem “Grüß Gott” begrüßt und ebenso verabschiedet werden, nicht dass es zu sagen wir mal diplomatischen Verzwickungen kommt.

Eine andere, alternative Abschiedsformel kann “Pfüati” sein. Es ist die Abkürzung vom dem Abschiedsgruß “Behüte dich Gott!” Man sagt sauch oftmals noch “Pfiat´di God”

Drei Packungen Nudeln

* admin - 12.04.2010 - 09:29 sortiert in Graz, das Leben

So da ist er wieder… In der “Heimat”. Nach zwei Wochen in der richtigen Heimat, habe ich am Samstagabend mein Zimmerchen wieder bezogen. Alles noch da. Die Zugfahrt war mal wieder lang. Aber zum Teil recht produktiv. Habe zumindest von Herrn Wallraff das Buch durchgelesen. Als er sich als Esser in die Redaktion der Bild-Zeitung Hannover eingeschlichen hat und die Machenschaften und meist verwerflichen Methoden der Arbeitsweise hinterleuchtete. Schon lustig, einige Hannoversche Begebenheiten zu lesen.

Heute war dann wieder so ein Organisationstag. Auf der Agenda stand: 

Einkauf

Miete bezahlen 

Waschmaschinen buchen

Etwas umnachtet hatte ich Sorge, nicht mehr ausreichend meines Grundnahrungsmittels zu haben. Habe doch erstmal zwei Packungen Nudeln gekauft. Also zusammen ein Kilo. In meiner weissen Vorratskiste lag aber noch eine Packung. Vielleicht mache ich mal einen italienischen Abend. Mit mir. 

Die Miete habe ich auch bezahlt. In Bar. Denn ich wollte ja nicht extra ein Konto einrichten hier. Klappte beim freundlichen Kaiser wieder wunderbar. Die Chance nutze ich gleich und buchte mir an zwei Tagen die Waschmaschinen. Habe ja nicht alles mit nach Hause genommen. Hier ist noch ein Berg Wäsche. Das wird bestimmt wieder was.

Nebenbei habe ich dann noch mal geschaut, was große Pakete in die Heimat kosten. Habe doch noch zwei Umzugskartons. Und einer mit der Post verschickt kostet um die 23,00Euro. Ich finde, das ist ein guter Preis. Mal sehen, wann und wie ich das manage. 

 

Orte voller Bedeutung. Jede Milchkanne

* admin - 28.03.2010 - 17:21 sortiert in Graz, beobachtet, das Leben, fragwürdig

Szrahlende Sonne. Schneebedeckte Berge. Die Spitzen zum Teil von Wolken eingenommen. Im Zug von Graz nach München hatte ich nahezu an jeder kleineren und größeren Milchkanne die Möglichkeit aus dem stehenden Zugfenster zu schauen. Meine Route:

Graz – Leoben – St.Michael – Rottenmann – Selztal – Liezen – Stainach – Schladming – Radstadt – Bischofshofen -Werfen – Golling-Abtenau – Hallein – Salzburg – Freilassing – Traunstein – Prien (Chiemsee) – Rosenheim – München.

Also durchaus Orte und Städte mit hoher Bedeutung.

Fast sechs Stunden dauerte die Fahrt. War recht anstrengend. Kurz hinter Schladming (dem Ski-Urlaubsort meiner damaligen Mitschüler) stieg eine achtköpfige Manschaft ein. Deich-Carving-Team. Scheinen aus der Gegend um Oldenburg zu kommen.  War eine lustige Truppe. Scheinbar zwei Brüder und zwei Schwestern, die sich gegenseitig geheiratet haben (also überkreuz, natürlich). Ein Junge im Schulalter und ein größerer, vielleicht 17 Jahre. Und ein kleiner Bub. So eineinhalb Jahre alt.

Die waren alle über das Abteil verteilt. Neben mir saß übrigens eine Medizinstudentin, jüngeren Semesters. Thema war dann irgendwann die Anatomie der Schulter und des Rückens. Also unsere Skifahrer-Familie war wie gesagt ganz lustig. Immer dieser platt-deutsche Akzent. Sehr nett. 

In jedem Fall ruhte oder vielmehr schlief der eine Mann. Seine Frau war wohl Frieseuse, weil sie immer von einem Salon sprach. In der Reihe auf der anderen Seite, war eine der beiden gleichaussehenden Schwestern bei der Post. Denn die konnte relativ genau beschreiben, wie sich ein Postbote fühlt, wenn ein Wauwau seinem Auftrag, ein Grundstück zu bewachen, nachkommt. 

Also die Friseuse vor mir schien diese Reise organisiert zu haben. Und schon eine Stunde vor München Hauptbahnhof brachte sie alle durcheinander.  “Gleis 15, Wagen 37″ sagte sie jedem aus dieser Reisegruppe. Immer wieder. Und sie ließ es auch immer wieder von alles wiederholen. Die war ganz schön aufgeregt.

München-Ost ist der Halt vor München-Hauotbahnhof. Unsere reissbegleitende Friseuse scheuchte alle auf. Verteilte die neuen Tickets und Reservierungen. Riss die Taschen aus der Ablage. Beutel mit Skischuhen. Koffer. Ihr Mann schlummerte immer noch. Dachte ich. Eigentlich dachten das alle. Denn auch auf Anrempeln seiner schlecht blondierten Frau kam er nicht aus seiner ruhend sitzenden Position. Plötzlich stand er auf. Ganz ruhig. Seine massige und fastschon braunbärenartige Statur beeindruckte mich und ließ mich weiter in meinen Sitz rutschen. In ruhigem aber sehr bestimmten Ton teilte er seiner solariumsblodnierten Friseusen-Frau mit, dass jetzt aber mal “Ruhe” sei und  “es ihn” und sicherlich “auch die anderen” etwas “ankotze”, dass sie “hektisch” sei. Offener Mund. Erstaunter Block. Sie war sprachlos. Nahm ihre Tickets und das Gepäck und schlenderte zum Ausgang.

Die Fahrt von München nach Hannover im ICE “Zugspitze” war wenig spektakulär. Kurz vor Kassel wurd allerdings bis Göttingen am Nachbartisch gekniffelt. Also jedes Mal wenn die Würfel in diesem Würfelbecher geschüttelt wurden, zuckte ich innerlich zusammen und hielt inne. Dass der Aufprall des Bechers und der Würfel auf dem Tisch das gesamte Abteil nerven würde. 

Immerhin hatten wir nur zehn Minuten Verspätung, was aber dem Anschlusszug aus Stuttgart in Göttingen zuzuschreiben war. Beide durch mich überschaubare Abteile waren pickepacke voll. Auf den Gängen standen die Leute und Reisenden. Es war heftig. 

Ich war übrigens mal wieder froh, eine Reservierung für meine Plätze zu haben.