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Sprachbarrieren: Scherzel

* admin - 11.03.2010 - 20:00 sortiert in Graz, fragwürdig

Ein kleiner Witz. So nebenbei. Ein Wortspiel. Ein kleiner Jokus. Das ist ein Scherzel. Weit gefehlt. Wissenschaftlich könnte man dieses Etwas auch neutral als Brotendstück bezeichnen. Die Österreicher nennen den Brotrest Scherzel. Wir würden Knust oder so etwas sagen.

Nett finde ich auch den Scherzkübel. Ein Kübel voller Scherze. Eine Ansammlung von Karneval, Party und Freude in einem. Das ist ein Scherzkeks. 

In diesem Zusammenhang: Was ist ein Keks unter einem Baum? [Lösung: mit der Maus hier drüber fahren]

Feueralarm

* admin - 11.03.2010 - 19:29 sortiert in Graz, das Leben, fragwürdig

Eben, knapp nach 20.00Uhr war hier auf dem Gang Feueralarm. Eine aufgeregte Spanierin flitzte über die Gänge und rief “isse nissts”

Das interessierte die Kameraden der Beurfsfeuerwehr Graz wenig. Die rückten nämlich mit zwei Fahrzeugen an und schauten nach dem rechten. Die Hauptstraße vor dem Heim hier, war in dezenten bläulichem Licht getaucht. Schöne Autos haben die hier …

 

 

 Man muss aber auch sagen, dass bei den Mitwohnern hier wenig Panik, geschweige denn ein geringes Interesse aufkam bezüglich der lauten hochfrequenten Tonfolge.

 

Sprachbarrieren: Sackerl

* admin - 10.03.2010 - 20:13 sortiert in Graz, fragwürdig

“Wolln´s a sackerl?” ist mir inzwischen klar. Wollen Sie eine Einkaufstüte haben.

Aber, was ist ein Sackl? Ein noch kleineres Tütchen als ohnehin schon die Tüte? Es ist eine typische Herrenbekleidung in dieser Gegend. Nein, eigentlich weltweit tragen Männer dieses Kleidungsstück. Ein Sakko

Anders sieht das Problem schon bei einem Sacktüchel aus. Auch wieder die Assoziation zur Tüte. Zum Sack? Bei der Herleitung dieses Wortes könnte auffallen, dass der Teil Sack auch einer Tasche gleichgesetzt werden könnte. Klar, auch das nutzt jeder Mensch in Mitteleuropa. Das Taschentuch. 

Völlige Verwirrung könnte nun das Säckel auslösen. Weder Sack gleich Tüte oder Tasche gelten hier. Ein kleiner Sack auch nicht. Komischerweise handelt es sich hierbei um eine Hosentasche. 

Sprachbarrieren: Jänner

* admin - 9.03.2010 - 20:12 sortiert in Graz, fragwürdig

Nichts anderes als der erste Monat im Jahr. Der Januar

Skype-Konto gehackt

* admin - 9.03.2010 - 13:43 sortiert in fragwürdig, geclickt

Scheinbar wurde mein Skype-Account gehackt. Ich bekam eine Mail, dass mein Konto automatisch wieder aufgaladen wird, wenn der Betrag von 2,00Eu unterschritten wird. Und zwar mit 287,00Eu dann.

Als ich sicherheitshalber mein Kennwort geändert habe, bekam ich gleich die zweite Mail, dass diese 287,00Eu von meinem paypal-Konto abgebucht wurden und meine Kredikarte belastet wird. 

Ich konnte soeben noch die Transaktion bei paypal stornieren und hoffe, dass meine Kreditkarte nicht belastet wird. 

Mal sehen, was daraus wird. 

Mehr dazu hier gefunden: 

Skype-Community “Gehackter Account” oder mein-skype.de 

Sprachbarrieren: Ordination

* admin - 8.03.2010 - 20:10 sortiert in Graz, fragwürdig

In einem Seminar fiel immer wieder der Begriff der Ordniation. “Der Patient geht do ni zua Ordination mit de Rezept”

Ich dachte immer, eine Ordination ist eine Leitung oder Führung. Quasi die Krankenhausleitung. Oder so. Gefragt habe ich mich auch: Was soll der Patient mit dem Rezept beim Krankenhausdirektor? Nichts. Denn eine Ordination ist schlicht und einfach eine (Arzt)praxis.

Eine Ordninationshilfe ist eine Srrechstundenhilfe

Sachen gibt es hier….

* admin - 8.03.2010 - 18:51 sortiert in Graz, beobachtet, fragwürdig, gefunden

Wieder eins dieser Seminare

* admin - 8.03.2010 - 17:06 sortiert in Graz, beobachtet, das Leben, fragwürdig

Ich hatte heute mal wieder eines dieser Seminare. Methodisch völlig daneben. Besonders fasziniert hat mich dieser Dozent, Typ Wissenschaftler, der kaum einen richtigen Satz artikulieren konnte. Für mich erschwerend kam noch der leichte Dialekt dazu. Diesen Slang überhöre ich aber inzwischen und filtere alles wichtiger heraus. Nun dieser junge, sicherlich briliiante Wissenschaftler sollte nun die komplexe Thematik der Rheumatologie vermitteln. Statt möglichst zügig ins Thema einzusteigen, wurden die noch komplexeren Zusammenhänge der Immunologie versucht darzustellen. So etwas habe ich noch nicht erlebt. Ein Thema, was mehr als sechzig Minuten bedarf sollte nun en detail und in volle Tiefe vermittelt werden.

Die Rheumatologie. Sicherlich interessant und nicht wenig anspruchsvoll. Auffallend, geradezu niedlich, war der immer wieder kehrende Stotterer und das Hängenbleiben bei dem Wort Rheumatologie oder rheumatisch. Jedes Mal musste er mindestens ein-, eher zweimal ansetzen. Ich meine, das ist sein Fach, hier forscht und lebt er. Lustig. Erinnerungen an Erzählungen meiner Mutter werden da laut. Bei fast jeder Familienfeier wurd in epischer Breite erzählt, dass ich immer an der gleichen Stelle von “Wir lagen vor Madagaskar” instrumentalisch hängen blieb. Und die Nachbarn wollen das auch immer schon gehört haben. Sich mit hochgezogenen Schultern und dem eingezogenen Kopf auf diese eine, ganz besondere Stelle gefreut haben.

So ging es mir heute auch. Bei dem stockenden, wenig brillierenden Dozenten. Immer an der selben Stelle. “Rheu – rheuma-tologie” eben.

Schmutzige Wäsche gewaschen

* admin - 4.03.2010 - 17:09 sortiert in Graz, beobachtet, das Leben, fragwürdig

Ich war noch nie in einem Waschsalon. Heute sollte das erste Mal werden. Voller Vorfreude und eine gute Ladung heller Wäsche und eine kleinere Menge, in Größe einer Einkaufstüte, dunkler Wäsche im Gepäck machte ich mich auf den Weg.

Eigentlich wollte ich hier in einem der Keller Wäsche waschen. Allerdings sind die Räumlichkeiten bis Mitte nächster Woche ausgebucht. Ich hatte einen kleinen Notstand. Kann man so sagen. Ein oder zwei Tage hätte es noch gereicht. Mit den frischen Socken. 

Nun bin ich dann in leichtem Regen quer durch die Stadt geradelt. Zum einzigen Waschsalon von Graz.  Meine Waschmöglichkeit lag in einem dieser Viertel. Sozialer Brennpunkt ist vielleicht ein wenig zu harsch. Aber jeder kennt diese bunten Läden, die einfach so da sind. Arabische Telefonläden. Ein Dönerladen neben dem Kino mit geschlechtlich betonten Filmen. Die Häuser ein wenig heruntergekommen.

Die erste Überraschung: niemand da. Ein oder zwei laufende Maschinen. Sonst keine Menschenseele. Lediglich die Bekleidung derer, die später vielleicht wiederkommen und zwischenzeitlich anderes tun. Nun musste ich mich erstmal mit der Technik und dem Procedere vertraut machen. Man ziehe eine Wertmarke mit 5,00Euro Pfand. Die ersten zehn Euro schon mal weg. Dann noch Waschmittel portioniert aus dem Automaten holen und auf zur ersten Maschine. 40 Grad. Beide Ladungen Wäsche habe ich in zwei Waschmaschinen gefüllt. Knappe 30 Minuten warten. In der Zwischenzeit kam ein junger Mann und holte seine fertige Wäsche ab. In einer Seelenruhe sortierte er seine Socken. Auch die anderen Wäschestücke wurden fein säuberlich eingetütet.

Meine Kostenaufstellung: 

20,00Eu für die Wertkarte, davon

2 Wäschen zu jeweils 3,90Euro und jeweils zwei Mal Waschmittel zu jeweils 90 Cent

3 Trocknerdurchläufe zu jeweils 80 Cent

Frohen Mutes und mit der optimalen Vorstellung, meine Wäsche nach ein oder zwei Trocknergängen wieder mit nach Hause zu nehmen. Warf ich alles in den Trockner und startete das Zwölf-Minuten-Programm mit 45 Grad. Der Effekt war ernüchternd. So buchte ich erneut 80 Cent von meiner Wertkarte ab und hoffe bei 60 Grad auf trockene Wäsche. Wieder nichts. Nochmal 60 Grad für 80 Cent. So langsam bekam ich Panik. In Anbetracht der vollen Reisetasche und den innenarchitektonisch eingeschränkten Möglichkeiten in meinem Zimmer. 

Nach der dritten Trocknung beschloss ich meine mehr als sieben Sachen zu packen. Sagen wir mal, dezent gefrustet, machte ich mich dann in nun schneehagelartigem Niederschlag mit dem Rad auf den Rückweg. 

In meinem Zimmer spannte ich schnell die Wäscheleine quer durch das Zimmer. Warf einige Hemden und T-Shirts darüber und stellte die Heizung an. Den Zustand, den ich in den ersten Minuten hier in diesem Zimmer beklagte, wollte ich mir nun zu Nutze machen. Nein, musste ich. 

Auf der Suche nach jeder Möglichkeit zum Trocknen der Socken, Handtücher, Hemden und sonstigem nutzte ich jede Ecke. Jede Kante und jeden Schlüssel. Alle Bügel wurden verpflichtet an der Leine oder am Türrahmen etwas zu tragen. Bei jeder Bewegung touchierte ich die von der Leine hängende Wäsche. Sogar der Papiereinzug des Drucker musste herhalten, für eine Unterhose.

Nach nicht einmal zehn Minuten saß ich nur noch im T-Shirt da. Die Fensterscheibe war beschlagen wie im Urwaldhaus. Nur der Durft glich nicht den menschlichen Vorfahren. Mehr nach – frisch gewaschener Wäsche. 

Notfall in der Pathologie oder auch: Pandaaugen-Syndrom

* admin - 3.03.2010 - 14:58 sortiert in Graz, beobachtet, das Leben, fragwürdig, medizinisch

“Notfall in der Pathologie” ist schon eine Schlagzeile. Und die Story dazu. Mein Gott. Wenn das über die Agenturen gehen würde.

Ich hatte heute das Mikroskopier-Seminar. Histologie. Lehre der Zelle. Zumindest das, was man sehen kann. Mit einem Mikroskop. Für mich an sich nichts neues. Was aber bezeichnend war, ist die scheinbare Nichtorganisation der Seminarleitungen. Keiner wollte und keiner wusste. Nun denn, meine Gruppe und ich wurden nun in den ehemaligen Prüfungsraum der Pathologie geleitet. Man muss sich das so vorstellen. Ein Prüfer, hier die Dozentin, sitzt in der Mitte an einem Mikroskop. Daran angeschlossen waren fünfzehn andere Mikroskope. Der Prüfer stellt nun an einem histologischen Präparat einen Ausschnitt ein und lässt die Prüflinge erzählen. Was ist zu sehen? Welches Gewebe? Welche pathologischen oder krankhaften Veränderungen sind zu erkennen? Was fällt auf? Ich kenne diese Szenarien ausreichend. Saß schon häufiger an solchen Mikroskopen. Diese waren von der Firma Nikon. Andere fotografieren mit der Firma.

Aber ich schweife ab.  die Dozentin war eine zackige (der zweite Buchstabe dieses Wortes hätte phasenweise auch durch ein “i” ersetzt werden können) junge, scheinbar aufstrebende Patholgin. Schick gekleidet begrüßte sie uns alle. “Ihr hoabt allsammt fünf Punkte” Schön, schon einmal die Miete eingefahren, ohne irgend einen Ton von sich gegeben zu haben. Noch nicht einmal fachfremdes kam von mir. Nur meine Anwesenheitsunterschrift habe ich geleistet. Die fünf Punkte sind die Benotung für die mündliche oder je nach dem schriftliche Leistung sin so einem Seminar.

Wir schauten uns einige Präparate an. Der Raum war natürlich dunkel. Damit die Kontraste des ohnehin schon schwach sichtbaren Bildes noch stärker wurden. Die Augen der Anwesenden drückten sich auf die Sichtstutzen des Mikroskopes. Mit fortschreitender Zeit wurden die Abdrücke und Ringe um die Augen der Seminarteilnehmer immer deutlicher. Die Dunkelheit tat ihr übriges. Der Blick wurde matter. Dieses Phänomen beschreibt man als Pandaaugen-Syndrom. Sehr eindrucksvoll hier zu sehen.  Spiegel-online beschreibt dieses Phänomen in einem anderen Zusammenhang.

Zwischenzeitlich klingelte das mobile Telefon der Dozenttin zum fast zehnten Mal. “I bin bei die Studenten” oder “Naah, i koann jetzt ni” waren die nur einseitig verständlichen Worte. Anweisungen am Telefon. Wieder eine Unterbrechung. Kurz ins Mikroskop geschaut. Einige Fragen. Wieder ein Klingeln. “Naah, i moag ni meah!” Hektisches Zucken in ihrem Gesicht bei dem Telefonat. Jetzt musste alles schnell gehen. “I komm!” sagte sie und befahl uns zu folgen. Auf dem Weg ihrer und unserer hektischen Schritte eine kurze Lage. Da sei ein Patient. Gerade operiert. Am Rücken, ein Melanom. Chirurg. Mehr konnte ich nicht verstehen, weil die Frau Doktor derart schnell und spurtend von dannen schoss.

Im pathologischen Raum angekommen. Hektisches Treiben. Geklapper. Laute Stimmen. Umherlaufende Menschen. so etwas kenne ich eigentlich nur von Notfällen. Ui, dacht ich. Jetzt geht es hier aber ab. Sie schnippelte an dem Präparat einige Stücke heraus. Sparch etwas in das vor ihrer Brille hängende Diktiergerät. Nach einer halben Stunde war der Stress vorbei. Alles erledigt, schoss sie voran. Zurück in das dunkle Zimmer mit den Vergrößerungsgeräten.

Pathologen scheinen ja doch Stress zu haben. Und nicht dem Spruch folgend: 

Der Internist weiß alles, kann aber nichts. Der Chirurg kann alles, weiß aber nichts. Der Psychologie kann nichts, weiß nichts, hat aber für alles Verständnis. Und der Pathologe kann alles, weiß alles, kommt aber immer zu spät. 

Da könnte ich mir echt überlegen auch in der Pathologie tätig zu werden. Ich liebe diesen Adrenalinkick!